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OECD fordert Rentenalter und Lockerung der Schuldenbremse

Die durch die Coronavirus verursachte Wirtschaftskrise könnte mit einer zügigen Umsetzung der OECD-Forderungen wirksam bekämpf werden. Die OECD erachtet eine nachhaltige Reform der Altersvorsorge als «überfällig». Das allgemeine Normrentenalter solle schrittweise auf 67 steigen und dann im Einklang mit der Erhöhung der Lebenserwartung noch weiter zunehmen. Die senior GLP begrüsst die Forderungen der OECD, wünscht aber eine stärkere Flexibilisierung des Rentenalters.

Factsheet über Alter und Covid-19

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) der Schweiz bezeichnete im März/April 2020 Personen ab 65 Jahre und alle Personen mit einer Vorerkrankung als «besonders gefährdete Personen». Neuere Epidemiologische und medizinische Daten und Analysen, die im Folgenden dargestellt werden, zeigen allerdings, dass schwere Verläufe von Covid-19 fast immer mit Vorerkrankungen verbunden sind. Insbesondere jüngere Alte (65- bis 75-Jährige) sind wenig gefährdet, wenn sie gesund sind und keine Vorerkrankungen haben.

Im weiteren werden empirische Fakten vorgelegt, die belegen, dass Kinder in der Übertragung des Coronavirus ein sehr kleine Rolle spielen und dass bei Kinder fast nirgends ein schwerer Verlauf von Covid-19 beobachtet wurde. 

Bundesrat will Altersdiskriminierung gesetzlich verankern

Das Covid-19-Gesetz der Schweiz ist bis am 10.7.2020 in Vernehmlassung und wird im August 2020 dem National- und dem Ständerat vorgelegt. Gemäss erläuterndem Bericht werden alle Menschen ab 65 als Risikogruppe definiert, für die Massnahmen ergriffen werden können. Die senior GLP hat eine Vernehmlassung eingereicht und beantragt, dass der Bundesrat auf diese unnötige Diskriminierung verzichtet.

Lukas Niederberger

Wir – das heisst alle über 65-Jährigen – sind ja bezüglich Sterblichkeit die Hauptrisikogruppe von Corona Covid-19. Das heisst, wir profitieren auch am meisten von den massiven gesellschaftlichen Massnahmen, die seit Mitte März verhängt wurden, und die für SEHR viele Menschen auch zu massiven finanziellen Einbussen führen.

Häufigkeit der produktiven Tätigkeit von Menschen aus unserer Generation

Viele Menschen über 65 sind noch sehr produktiv und leisten einen grossen Beitrag, dass unsere Gesellschaft funktionieren kann, sowohl mittels bezahlter Tätigkeit als auch mit informeller oder institutionalisierter Freiwilligenarbeit. Deshalb ist es so wichtig, dass nicht alle über 65-Jährigen wegen Corona von der Gesellschaft isoliert werden.

Hans Wiesner

Hans Wiesner fordert finanzielle Unterstützung für Grossunternehmen gekoppelt an umweltfreundliche Massnahmen - Corona-Solidaritätsbeitrag der Rentner - Lockerung der Pandemie-Massnahmen.

Annemarie Piper

Corona, sag mir, wo die Zukunft ist…
Irgendwie haben wir die Dimension der Zukunft verloren – und gerade deshalb lohnt es sich, sie zu erforschen. In dieser Krisenzeit finden jetzt doch viele Menschen zu ihrer abtrainierten Fantasie zurück.

Annemarie Pieper, Philosophin mit Themenschwerpunkte: Bildung, Alter, Politik, Sinn- und Wertfragen in einem Interview zu diesem Thema:

Tony Rinaudo

Der australische Agrarökonom Tony Rinaudo erhielt 2018 den Alternativen Nobelpreis für den praktischen Beweis, wie Trockengebiete in großem Umfang und mit minimalen Kosten begrünt werden können, zur Verbesserung der Lebensgrundlage von Millionen von Menschen.
Tony Rinaudo revolutioniert mit der Farmer Managed Natural Regeneration (FMNR) die Wiederaufforstung in Afrika. Seine Methode beruht auf der Nutzung der auch in verödeten Landschaften noch vorhandenen Baumstümpfe und -wurzeln: Durch Schutz und Pflege von deren Trieben kann der ursprüngliche Baumbestand ohne großen finanziellen Aufwand wieder hergestellt werden.

Nachhaltige Landwirtschaft

Wir von der seniorGLP finden, dass die Corona-Situation uns auch Gelegenheit gibt, darüber nachzudenken, wie wir unsere Welt nach dieser ‘Zwangspause’ gestalten wollen. Wie können wir die Umwelt so gestalten, dass wir weniger CO2 ausstossen?

Hierzu benötigt es auch eine neue Art der Landwirtschaft: Aus Australien haben wir ein sehr interessantes Beispiel, wie es aussieht, wenn ‘regenerative Landwirtschaft’ betrieben wird anstatt der üblichen Chemie-Landwirtschaft. Wäre diese Form der Landwirtschaft heute bereits verbreiteter in Australien, hätte es die schlimmen Brände vom Anfang dieses Jahres nicht gegeben! Auch in der Schweiz könnten die Bauern von diesem Beispiel lernen!

Samen aus Gemüse und Blumen

Probierts aus!