Wir verstehen den Begriff seniors im englischen Sinne, d.h. mit der Bedeutung ‘grössere Erfahrung’

Zweck und Ziele

Unser Zweck

Wir sind eine starke Stimme innerhalb der GLP, die mit offenem Geist insbesondere die Interessen unserer Generation vertritt und vor allem die unten aufgeführten Schwerpunkte und Ziele verfolgt. Wir stehen selbstverständlich zu 100% hinter den Grundsätzen der Mutterpartei. 

Wir haben Einsitz im Vorstand der nationalen Partei sowie in nationalen Arbeits- und Expertengruppen.

Das schweizweite Netzwerk GLP seniors unterstützt beim Aufbau von kantonalen oder lokalen Strukturen, welche auf unsere Schwerpunkte fokussieren.

Unsere Schwerpunkte und Ziele

  • Alterspolitik

    Unter Alterspolitik verstehen wir Massnahmen des Staates (Bund, Kantone und Gemeinden), die Einfluss auf die Lebenssituation der älteren Bevölkerung haben. Wichtig sind insbesondere die Sicherung eines angemessenen Einkommens und die Förderung der gesellschaftlichen Partizipation und Integration der älteren Menschen.

    Insbesondere setzen wir uns für ein so lange wie möglich selbstbestimmtes Leben (Wahl der Wohnsituation, keine Bevormundung in Alterseinrichtungen usw.) ein, sowie für die Gewährleistung der Würde aller Menschen und in diesem Kontext spezifisch  gegen die Diskriminierung von älteren Menschen im gesellschaftlichen Leben.

    Um eine stabile, generationen- und geschlechtergerechte Situation bei der Altersvorsorge (AHV, PK usw.) sowie um eine bezahlbare Pflege, wenn nötig (Spitex, Alterseinrichtungen usw.), kümmert sich in erster Linie die Mutterpartei; wir engagieren uns zu diesem Thema in Arbeits- und Expertengruppen der Mutterpartei.

    Wir unterstützen und arbeiten allenfalls mit z.B bei Genossenschaften wie KISS oder Vereinen und Aktionen, die unsere Ziele in ihren Programmen haben, z.B. Manifest “Rechte fragiler alter Menschen” und andere.

  • Enkeltaugliche Umwelt dank spezifischer Umwelt-/Klima-/ und Energiepolitik

    Kinder und Grosskinder haben für uns einen hohen Stellenwert. Wir betreiben Umwelt-/Klima- und Energiepolitik sowie Ernährungs-/Landwirtschaftspolitik primär zugunsten nachfolgender Generationen. Aber auch unsere eigene Generation ist von den Veränderungen des Klimas und der Umwelt betroffen (z. B. Hitzeproblematik, Energiebedarf für die Heime, Spitäler, elektr. Hilfsmittel usw.).

    Deshalb wollen wir speziell unsere GLP seniors – aber auch andere Kreise – auf diese Themen sensibilisieren und aufzeigen, welchen Nutzen wir als ‘Seniors’ mit unserem Knowhow und unseren finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten in diesem Bereich stiften können. Wir wollen als ältere Generation dazu beitragen, keine Schuldenberge für künftige Generationen anzuhäufen.

    Dabei ist es aus unserer Sicht unabdingbar, das Augenmerk auch auf Wissenschaft, Forschung und Technologie zu legen. Wir sind gerade als VertreterInnen der älteren Generation offen für neue Lösungen, wie z.B. für neue Formen der Landwirtschaft (regenerative Landwirtschaft, Permakultur) usw.

    Um die Umwelt-/Klima- und Energiepolitik sowie um die Ernährungs-/Landwirtschafts-politik kümmert sich in erster Linie die Mutterpartei und wir engagieren uns in entsprechenden Arbeits- und Expertengruppen.

  • Wohnen im Alter

    Die Wohnsituation hat grossen Einfluss auf die Lebensqualität, das Wohlergehen und die Zufriedenheit – im Alter noch mehr als in jüngeren Jahren. Um im Alter so lange wie möglich selbständig und selbstbestimmt zu leben und zu wohnen, bedarf es der richtigen Angebote und es braucht genügend bezahlbaren Wohnraum. Dazu gehören betreute Alterswohnungen, Pflege-/ Wohnangebote, Seniorenresidenzen, Wohn- und Hausgemeinschaften auch über die Generationen hinweg.

    Immer öfter kommt es vor, dass Menschen aus unserer Generation, z.B. EigenheimbesitzerInnen, aber auch Mietende, zu zweit oder alleine in grossen Wohnungen leben und nicht in kleinere wechseln können, weil sie für viel weniger Wohnraum gleich viel oder mehr bezahlen müssten und auch Schwierigkeiten haben, sich «richtig» im Wohnungsmarkt zu positionieren (z.B. fehlende Computerkenntnisse).

    Wir setzen uns für die Förderung des generationenübergreifenden / gemischten Wohnens ein: Alt und Jung wohnen „Tür an Tür“ und unterstützen sich gegenseitig (Ressourcenteilung; z B Einkaufen, Kinderbeaufsichtigung, niederschwellige Betreuung, Putzen). Ebenso ist uns das hindernisfreie Bauen wichtig, sowie die Schaffung der richtigen Anreize, damit Seniors, freiwillig ihr (zu grosses) Wohneigentum zugunsten von z. B. jüngeren Familie verlassen. Wir wollen Hilfe anbieten, dass die Hindernisse auf dem Wohnungsmarkt überwunden werden können.

  • Arbeitsmarkt ab 50+

    Die heutigen gesetzlichen Grundlagen benachteiligen Menschen über 50 auf dem Arbeitsmarkt. Trotz dem seit langem proklamierten Arbeits-und Fachkräfte-Mangel, ist es für Menschen über 50 schwierig – nicht nur nach einem Jobverlust – wieder eine Stelle zu finden. Wir setzen uns für ein Umdenken bei den Firmen ein, damit sie die Vorzüge älterer Mitarbeitenden erkennen und wieder vermehrt auch auf diese Zielgruppe setzen.

    Um die gesetzlichen Rahmenbedingungen hierbei kümmert sich in erster Linie die Mutterpartei; wir engagieren uns in Arbeits- und Expertengruppen.

  • Arbeitsmarkt ab 65+

    Das erwerbsmässige Arbeiten nach dem ordentlichen Pensionierungsalter ist nicht sehr lukrativ. Darum verzichten viele ältere Menschen auf eine Erwerbstätigkeit, obwohl sie durchaus dazu imstande wären und/oder Lust dazu hätten.

    Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit Senioren ohne Wenn und Aber über das Referenzalter hinaus erwerbstätig sein können.

    Darum kümmert sich in erster Linie die Mutterpartei; wir engagieren uns in Arbeits- und Expertengruppen.

  • Zusammenarbeit jung/alt

    Die Zusammenarbeit innerhalb der GLP zwischen «jung» und «alt» erachten wir als essentiell, um die Partei weiterzubringen. Wir sehen darin ein enormes Potential, die Partei als fortschrittliche Organisation zu positionieren. Darum setzen wir uns für den respektvollen Umgang zwischen den Generationen, für Partnerschaften und Tandems zu spezifischen Themen und für gegenseitige Mentoringprogramme ein. Wir stellen bereitwillig unsere Erfahrung, unser Know-how, unsere Zeit und unser Engagement zur Verfügung.

Zürich, 30.09.2024